Sieg beim 70.3 Kraichgau

Frühjahrshattrick geglückt!

Zum Rennbericht

Mein Heimrennen!

Ich bin an der Grenze zwischen Odenwald und dem Kraichgau, unweit des Austragungsort Bad Schönborn, aufgewachsen, des halb bin ich mit der Landschaft und ihren tückischen, kurzen Anstiegen bestens vertraut.

Man könnte sogar sagen, dass es mein Heimrennen ist. Aus diesem Grund war ich auch bei meinen letzten Starts besonders traurig, wenn es im Rennen für mich nicht rund lief. Einmal war es eine defekte elektronische Schaltung, das andere Mal hat mir mein Kopf einen Strich durch die Rechnung gemacht.

So lies ich das Rennen im vergangenen Jahr bewusst aus, um es mit etwas Abstand erneut zu versuchen.

Meinen beiden Siege auf Mallorca und in St.Pölten gaben mir Rückenwind und die direkte Vorbereitung verlief ebenfalls vielversprechend. Wenn ich die Tage vor dem Wettkampf dann noch bei meinen Eltern verbringen darf und ich dort entsprechend verwöhnt werde, muss ich eher aufpassen, dass ich nicht zu entspannt in den Wettkampf gehe.

Trotzdem stellten sich die Nervosität und Vorfreude ein, die essentiell für das Abrufen von Topleistungen sind, so dass ich schließlich dem Startschuss am Sonntag früh am Hardtsee entgegenfieberte.

Nach kleinen Kompatibilitätsproblemen zwischen Helm und Frisur stieg ich als 3. Frau aufs Rad und setzte mich bereits nach wenigen Kilometern an die Spitze und baute meinen Vorsprung über die 90Km lange Radstrecke mit über 1000Hm kontinuierlich aus.

Ich hatte richtig Freude beim Fahren und fühlte mich sehr gut. Erstmals kam ein Prototyp des Haero-Trinksystems zum Renneinsatz. Durch die Unebenheiten im Belags in den engen Ortschaften, löste sich leider die Halterung meines Trinksystems. Ich bangte um dessen Verbleib an meinem Rad, bzw. befürchtete ich, dass es sich kontinuierlich in Richtung des Vorderrads absetzt. So fuhr ich ab der Hälfte der Radstrecke stets mit einer Hand am Trinksystem, um dessen Absturz zu vermeiden. Dies führte letztlich dazu, dass meine zweite Hälfte von den Wattwerten etwas abfiel. Dennoch konnte ich auf eine starke Radfahrerin wie Yvonne van Vlerken fast 9 Min herausfahren. Beim Abstieg in der zweiten Wechselzone konnte ich, die mir zugerufene Zeit, kaum glauben. Die Umsetzung der Optimierungsvorschläge aus dem Windkanaltest mit Swiss Side scheinen sich bemerkbar gemacht zu haben.

Ironman 70.3 Kraichgau

Der Tag versprach, ein echter Sommertag zu werden, so wurde das Schwimmen die einzige Abkühlung des Tages. Unser kleines Damenfeld machte sich um 9:05 auf den Weg, um die 1,9Km zu absolvieren. Ich hatte einen guten Start und konnte mich direkt an der Spitze des Feldes positionieren und meinen eigenen Rhythmus schwimmen. Leider ist mir gegen Ende der Schwimmstrecke ein Fehler unterlaufen. Ich bin als einzige eine zusätzliche Boje vor dem Ausstieg geschwommen, wodurch ich meinen Vorsprung leider wieder verlor.

Nichtsdestoweniger konnte ich (ja, ich!) noch als erste Frau aus dem Wasser steigen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass die stärksten Schwimmerinnen unseres Sports nicht am Start waren, dennoch freue ich mich sehr über die Verbesserung meiner eigenen Leistung in dieser Disziplin und hoffe diese, auch mit Blick auf die 70.3 WM, noch weiter ausbauen zu können.

Ich wechselte zuversichtlich in die Laufschuhe und machte mich auf den Weg, um die 21,2 Km lange Strecke, gespickt mit knackigen 120Hm, zu absolvieren.

Die Temperaturen waren mittlerweile auf über 30 Grad geklettert und ich wusste, dass ich nun alles tun musste, um mich gut zu verpflegen, mich zu kühlen und ein kontrolliertes Tempo zu laufen.

Die Stimmung an der Strecke war genial, so viele bekannte Gesichter, die mich anfeuerten und mir meinen Lauf über die drei Runden sehr kurzweilig gestalteten und mich motivierten Gas zu geben! Die Helfer leisteten einen tollen Job; es gab an allen Verpflegungsstationen ausreichend Trinken und Schwämme zum Kühlen. Eimal mehr ist mir eure Leistung bewusst geworden, vielen Dank!

Der Moment auf die Finishline abzubiegen und dieses tolle Rennen tatsächlich für mich entschieden zu haben, war genial und lässt sich mit nur einem Wort beschreiben: GÄNSEHAUT!

Der Frühjahrhattrick ist mir tatsächlich geglückt und ich konnte mein drittes 70.3 Rennen in Folge mit 12Minuten Vorsprung gewinnen.

Meine Glückwünsche gehen an Yvonne van Vlerken, die starke zweite wurde und an Lena Berlinger, die erstmals den Sprung auf ein 70.3 Podest geschafft hat, was mich sehr für sie freut!

Aktuell befinde ich mich durch die Resultate der vergangenen Wochen auf Platz 3 der 70.3 Weltrangliste.

Bis zum nächsten Rennen!

Eure Laura

Einmal Verletzung und zurück

Ihr glaubt gar nicht, wie schön das Gefühl ist, wieder ohne Schmerzen Laufen zu können. Die Absage des Mainova Ironman Frankfurt war für mich eine riesige Herausforderung und Enttäuschung, da in mir alles auf das Rennen ausgerichtet war.

mehr lesen

Mainova – women for sports relay

In den letzten zwei Jahren durfte ich Teil der Mainova Staffeln beim Ironman Frankfurt sein. In diesem Jahr habe ich mich zwar für den Start auf der vollen Distanz entschieden, aber das Staffelprojekt liess mich nicht kalt.

mehr lesen

WAKE UP! WORK HARD! LOOK HOT! KICK ASS!