Platz 3 bei den Ironman 70.3 European Championships in Wiesbaden

Unglaublich, aber wahr!

Inzwischen bin ich im Engadin angekommen, dem Ort, an dem ich mich auf meine letzten beiden Saisonrennen vorbereiten werde.

Noch sind meine Beine nicht ganz erholt vom vergangenen Sonntag und ich lasse den Tag auf dem Sofa liegend vor meinem inneren Auge noch einmal ablaufen, weil es so schön war.

Ja, wir hatten den 70.3 Wiesbaden als Saisonhöhepunkt auserkoren, sodass in den letzten Wochen fast alles auf diesen Tag ausgerichtet war. Die Wettkämpfe des RNTC bestritt ich sozusagen aus dem Training heraus, weil das große Ziel das Rennen in Wiesbaden war. Trotz aller Erfolge schwang über die gesamte Vorbereitungszeit bei mir eine gehörige Portion Respekt mit, ob denn diese Rennauswahl, auch die Richtige war. Meine regelmäßigen Blicke in die Starterinnenliste, die von Mal zu Mal länger und stärker wurde, verstärkten meinen Respekt vor diesem großen Rennen weiter. Noch nie zuvor hatte ich mich solch namhafter und starker Konkurrenz ausgesetzt. Ein wenig Druck nahmen mir die gelungene Cupverteidigung zwei Wochen zuvor in Heidelberg und das Wissen noch „nur“ eine Erdinger Perspektivathletin zu sein.

Ein nächster Baustein, der sich in der Retrospektive als sehr wertvoll erwies, war die gemeinsame Streckenbesichtigung mit der starken Radfahrerin Nina Kuhn. Die Erfahrung des strömenden Regens im Training lies mich den angekündigten Wetterkapriolen gelassen entgegenblicken.

Ironman 70.3 EM Wiesbaden

Bereits beim Schwimmen gelang es mir den Rückstand gering zu halten, sodass ich auf den ersten flachen Kilometern Position um Position gutmachen konnte und mir am ersten langen Anstieg zur Platte der Anschluss an Namen gelang, die mir bisher nur aus den Siegerlisten der großen Rennen bekannt waren – ein phänomenales Gefühl. Daniela Ryf war uns dennoch enteilt und ich war, ob des rhythmischen, aber moderaten Tempos, unentschlossen was ich tun sollte. Für ein Attacke fehlten mir der Mut und Radkilometer, was mich dazu bewog die taktischere Lösung zu wählen, wenngleich mir bewusst war, dass der Abstand nach vorne weiter wachsen würde. Also wechselte ich auf Platz zwei liegend, entschlossen ein gutes Laufen zu absolvieren, vor Leanda Cave, Camilla Peterson und Liz Blatchford. Hier gelang es mir, vor toller Kulisse und wunderbaren Zuschauern, erneut eine stabile Zeit von 1:24 zu laufen. Leanda Cave hat mir dennoch eine Minute abgenommen und lief als zweite ins Ziel und ich feierte meinen nicht für möglich gehaltenen dritten Platz – unglaublich!

Dieses Ergebnis bedeutet für mich die Qualifikation für die 70.3 WM in Mount Tremblant (Canada), die ich in diesem Jahr jedoch noch auslassen möchte und stattdessen am 31.08. meine Titelverteidigung beim Trans Vorarlberg Triathlon anvisiere. Weitere zwei Wochen später beende ich das Wettkampfjahr mit dem 70.3 Rennen auf Rügen, das mir erste Punkte für die Qualifikation für die 70.3 WM im kommenden Jahr in Zell am See bescheren könnte.

Ab Samstag beginnt mein zweites echtes Trainingslager des Jahres hier in der Höhe des Engadins.

Herzlichen Dank an Euch für die tolle Unterstützung!
Laura

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