Sieg beim Ironman 70.3 Rügen

Seit dem SwimRun beim Ironman 70.3 Zell am See vor zwei Wochen hatte ich vor allem Lust auf eines: Triathlon!

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Mit richtig viel Lust auf Wettkampf trat ich die lange Reise nach Rügen an.

Seit dem SwimRun beim Ironman 70.3 Zell am See vor zwei Wochen hatte ich vor allem Lust auf eines: Triathlon!
Wer Scotty und mich kennt, der weiß, wir wollen immer zusammen Gas geben und am besten schon nach dem Radfahren ein kleines Zeitpolster mit auf die Laufstrecke nehmen. Warum? Nicht weil wir Angst davor haben, dass ich nicht laufen kann, sondern weil ein etwas „entspannteres“ Laufen so schön sein kann und ich den Support an der Strecke viel mehr genießen kann. Deshalb!

Mit richtig viel Lust auf Wettkampf trat ich die lange Reise nach Rügen an. Nach meinem ersten Start dort im Jahre 2014 — der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an den Duathlon —wollte ich dort eigentlich nicht mehr unbedingt starten. Die lange Anfahrt, das schlechte Wetter und die Strecken hatten es mir nicht so angetan.
Da ich dieses Jahr auf Grund meiner Verletzung nicht bei der 70.3 WM starten konnte, passte Rügen plötzlich wieder ganz gut in den Rennkalender. Nachdem ich dann auch noch herausfand, dass die  Veranstalter bereits 2015 die Strecken fast komplett geändert hatten, wollte ich dem Rennen nochmal eine Chance geben. Ein Rennen auf deutschem Boden ist schließlich auch etwas besonders. Es gibt genau 2 deutsche 70.3 Rennen. Den 70.3 Kraichgau konnte ich bereits für mich entscheiden. Das Ziel, beide Rennen zu gewinnen, war schnell gesteckt!

Die lange Anreise verlief, dank eines kleinen Schwimmstopps, besser als gedacht und Binz zeigte sich von seiner besten Seite. Die Strecken erkundete ich schnell und befand die Änderungen als gelungen. Lediglich die Laufstrecke schien es mit einem langen und ca 12%igen Anstieg ziemlich in sich zu haben, aber dies ist kein Makel.

Ironman 70.3 Rügen

Der Renntag begann mit dem Schwimmen in der ruhigen Ostsee in einem überschaubaren Profidamenfeld. Wie sich im Verlauf des Renntages herausstellte, war die Strecke ca. 400m zu lang. Es fühlte sich ewig an und es ist seltsam, wie so etwas passieren kann, hinsichtlich meiner Ironmanpremiere waren die Bonusmeter sicher eine gute Übung.
Ich kam als 3. Frau aus dem Wasser, mit ca 1 min Rückstand auf die starke Schwimmerin Hann Claire aus Großbritannien, für mich also ein sehr gutes Ergebnis, das meinen Fortschritt in der ersten Disziplin zeigt.
Dann ging es endlich mit Scotty auf die Radstrecke, diese führte über 2 Runden mit gutem Belag durch die schöne Umgebung von Binz. Ich fühlte mich von Beginn an schnell und hatte gute Beine. Das Fahren machte mir große Freude und ich setzte mich schnell an die Spitze des Feldes. Die zweite Runde wurde ziemlich voll und etwas unübersichtlich, da plötzlich sehr viele Athleten unterwegs waren und ich als Überholende kein Begleitfahrzeug hatte, das mich ankündigen konnte. So entstand die ein oder andere brenzlige Situation, die mich am Ende wohl etwas Zeit gekostet hat. Ich habe mich, auch wegen meines Vorsprungs, zu einer sehr defensiven Fahrweise entschlossen, um jedes Risiko zu umgehen. Mit einer 2:12:57 steht eine sehr schnelle Radzeit und ein ordentlicher Vorsprung auf meine Verfolgerinnen.

Mit dem Wechsel in die Laufschuhe bekam ich dann doch zu spüren, was es bedeutet, nahezu ununterbrochen in Aerospoition zu fahren. Meine Beine fühlten sich ungewohnt schwer an, sodass ich nie so richtig in meinen Rhythmus fand. Zum Glück war mein Vorsprung groß genug, dass ich auch nicht schneller laufen musste und ich mich von den Zuschauern sprichwörtlich ins Ziel tragen lassen konnte! Das schönste an diesem Sieg ist für mich, dass ich das Rennen absolut schmerzfrei bestreiten konnte und die schwere Zeit der Verletzung endgültig abhaken kann.
Den Wettkampf nahm ich auch als Test, um zu sehen, ob ich mein verpasstes Debüt auf der Langdistanz dieses Jahr vielleicht doch noch nachholen kann: Ich habe mich, nachdem es mir gesundheitlich gut geht, dazu entschlossen beim Ironman Barcelona am 7. Oktober zu starten.

Das Rennjahr begann für mich dieses Jahr in Spanien beim IM 70.3 Marbella und es wird auch in Spanien enden, ich denke damit schließt sich der Kreis für meine Saison 2018 sehr schön. Ich hoffe, ihr drückt mir für mein erstes Rennen auf der Langdistanz auch ebenso die Daumen. Wie gewohnt werde ich über Instagram und Facebook meinen Weg dorthin mit euch teilen.
Bis bald!

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